Foto-Plakatwände, Palmen, Kinderskulpturen und Fleet-Taxis

Teilnahme am Ideenaufruf www.edith-stein-platz.de zur Neugestaltung des Edith-Stein-Platzes in Hamburg-Neu-Allermöhe.

Einleitung

Im Juli 2007 rief das Bezirksamt Hamburg-Bergedorf die Bürgerinnen und Bürger auf, Ideen für die Neugestaltung des Edith-Stein-Platzes einzureichen. Der Edith-Stein-Platz ist der Eingang zum Stadtteil Neu-Allermöhe. Der Umbau des Platzes erfolgte 2008. Die eingereichte Ideenskizze fand leider keine Berücksichtigung.

Gestaltung

Neu-Allermöhe ist ein multikultureller Stadtteil, der von viel Wasser und Grün geprägt ist. Und Neu-Allermöhe ist der kinderreichste Stadtteil Hamburgs.Der Edith-Stein-Platz ist der Eingang zu diesem Stadtteil. Der neu gestaltete Edith-Stein-Platz spiegelt die Eigenschaften des Quartiers wider.

 Ankommen

Foto-Galerie am S-Bahnhof Nettelnburg
Foto-Galerie am S-Bahnhof Nettelnburg

Ich steige nach einem erfolgreichen, aber anstrengenden Arbeitstag aus der S-Bahn
aus. Laufe die Treppen herunter und strebe dem Ausgang entgegen. Mein Blick wandert schon automatisch nach links und rechts. Der Bahnhofsausgang ist nämlich eine Galerie. Zwischen den Steinpfeilern des Ausgangsbereiches sind normale Werbe-Plakatwände angebracht. An diesen Plakatwänden ist aber weder Zigaretten- noch Kosmetikwerbung zu sehen.

Nein, es sind Fotografien aus dem Stadtteil (Architektur, Landschaft, Menschen). Die Fotografien werden von den Bewohnern innerhalb eines permanenten Foto-Wettbewerbes eingereicht und von einer Jury ausgewählt. Mit diesen Impressionen aus dem Stadtteil werden die Ankommenden begrüßt. Damit keine Langeweile aufkommt, werden die Bilder in regelmäßigen Abständen ausgetauscht.

Eile oder Weile

Anzeigetafel Bus-Abfahrtszeiten
Anzeigetafel Bus-Abfahrtszeiten

Eine Anzeigetafel am Ausgang informiert mich, in wie viel Minuten mein Bus fährt. Ich habe noch etwas Zeit und kann in Ruhe über den Edith-Stein-Platz schlendern. Übrigens auf der Rückseite der Info-Tafel wird natürlich angezeigt, wann die nächsten S-Bahnen fahren.

 

 

 

 

Der Platz öffnet sich dem Ankommenden

Flaggen, Weltkugel-Brunnen und Palmen

Ein angenehmes multikulturelles, mediterranes Flair empfängt mich. Der Platz wird von Palmen gesäumt. (Es ist die winterfeste Palmenart, die auch auf dem Mittelstreifen vor den Deichtorhallen steht.)

Ich atme tief durch. Feierabend. Die Sonne scheint vom azurblauen Himmel und eine leichte Brise rauscht durch die Palmenblätter.

In Neu-Allermöhe leben Menschen der unterschiedlichsten Nationen. Die bunten Flaggen dieser Nationen flattern an den Häuserwänden rund um den Platz und erfreuen mein Auge.

Ein Weltkugel-Brunnen plätschert in der Mitte des Platzes und erinnert daran, dass die unterschiedlichen Nationalitäten Bewohner einer Welt sind. Die Kacheln des Brunnens und die Weltkugel haben das gleiche Blau wie die schmalen Kachelstreifen an den Häuserwänden. Die Weltkugel dreht sich. In der Dunkelheit ist der Brunnen wunderschön illuminiert.

Der Platz wird zur Begegnungsstätte

Multikulturelle Kinder-Skulpturen

Neu-Allermöhe ist der kinderreichste Stadtteil Hamburgs. Den Kindern gehört die Zukunft. Und Kinder sind auf dem neu gestalteten Edith-Stein-Platz präsent. Täuschend echt aussehende, fröhliche Kinder-Kunst-Skulpturen aus allen Erdteilen tummeln sich auf dem Platz. Die Kinder aus dem Quartier haben ihre Freude an diesen Skulpturen und gesellen sich zu ihnen. Und die Eltern mit ihnen. Die Menschen begegnen sich an den Skulpturen. Ein Gefühl von Gemeinschaft und Solidarität entsteht.

 

 

Fleetwärts

Das Fleet-Taxi legt gerade an

Nachdem ich das fröhliche Treiben auf dem Platz beobachtet habe, setze ich meinen Heimweg fort. Ich beschließe bei diesem schönen Wetter doch nicht den Bus zu nehmen. Heute gönne ich mir eine Fahrt mit dem Fleet-Taxi. Ich begebe mich zur Anlegestelle am Annenfleet, nahe des Edith-Stein-Platzes.

Kleine, leise, umweltfreundliche Boote mit einem von Solarzellen gespeisten Elektromotor befördern die Bewohner und Gäste des Stadtteils kostengünstig auf
den vielfältig vorhandenen Fleeten. Auch Rundfahrten werden angeboten. Besonders die Menschen, die nach dem Einkaufen ihre schweren Taschen nach Hause tragen müssen, sind erleichtert über diesen Service. Nachdem Wassertaxi-Projekte auf Alster und Elbe bisher von den Behörden nicht genehmigt wurden, ist dies der erste Versuch in Hamburg Wassertaxis zu etablieren. Die Boote werden von einem Energiekonzern gesponsert.

Ich habe Glück und bekomme ein Fleet-Taxi. Die Fahrt auf dem Wasser vervollkommnt meine Feierabendstimmung.

weiterführende Links

Edith-Stein- Platz der Ideen (Web-Site leider nicht mehr online)

Die Ideenskizze ist nicht ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Autors zu verwerten oder zu verwenden.

Karsten Breckwoldt | www.k-breckwoldt.de